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   Profilklasse Musik

"Was hat die Welt eigentlich von Musik?" fragt mich ein Unternehmensberater.
"Musik", sage ich, "macht dich reicher und empfindlicher. Sie hilft dir, mehr zu sehen, sinnlicher zu werden, ohne Umschweife zu genießen, tief zu atmen. Musik macht schön; wer aus einem guten Konzert kommt, sieht anders aus. Sie gibt dir Augenblicke der Klarheit, damit du weißt, wohin du gehen musst. Musik nützt nicht, sie ist."
(Christiane Tewinkel)



Sich mit Musik zu beschäftigen heißt, sich mit ihr auf ganz vielfältige Art und Weise auseinanderzusetzen. Und das tun wir im ästhetischen Profil der Oberstufe:
Musik ist ein kreatives Fach, also machen wir natürlich Musik - im Chor, im Orchester oder in der Bigband, aber auch im Unterricht, wo es oft darum geht, durch das Musizieren etwas über Musik zu erfahren: Wir gestalten Musik auch um zu verstehen, warum sie so klingt wie sie klingt. Und ganz nebenbei lernen wir dabei auch ein wenig komponieren...
Aber wir hören auch Musik und denken über sie nach. Dafür braucht man Hintergrundwissen, das wir uns im Unterricht erarbeiten. Wenn wir wissen möchten, wie Komponisten gelebt haben, warum sie so komponiert haben, dann sollten wir uns u.a. mit der Gesellschaft und der Zeit, in der sie gelebt haben, beschäftigen. Wenn wir wissen möchten, warum manche Klänge schräg und manche angenehm klingen, dann sollten wir uns u.a. mit Akustik beschäftigen: Geschichte, Physik, Kunst und Theater, Deutsch, Philosophie, Religion, Mathematik usw. - das sind alles Fachgebiete, die auch etwas mit Musik zu tun haben und die wir in der Musik finden können. Auch diesbezüglich ist Musik reich!
Wir analysieren Musik, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie - und woraus - sie gemacht ist. Das Handwerkszeug dafür ist die Musiktheorie. Dabei hat das Wort "Theorie" für manche Menschen einen unschönen Beigeschmack - so, als sei das etwas Lästiges, das man irgendwie lernen muss, ohne dass es so recht einen Nutzen hätte... Tatsächlich aber ist es ganz selbstverständlich, ein Handwerkszeug zu haben, dass uns die Zusammenhänge in der Klangsprache der Musik erklärt. Es würde ja auch niemand denken, dass man eine fremde Sprache sprechen lernt, ohne einige Vokabeln zu kennen und ohne sich mit der Grammatik der Sprache zu beschäftigen! In der Musik helfen uns die Vokabeln (z.B. die Akkorde, Zusammenklänge, das Tonmaterial usw.) auch, die Grammatik (z.B. den Zusammenhang der Akkorde, die Kompositionsweise und den Ablauf eines Stückes) zu verstehen.
Einmal im Jahr gestalten wir (wie auch die Musikklassen der Unter- und Mittelstufe) einen Klassenmusikabend, bei dem wir für Freunde, Mitschüler, Eltern und Verwandte einen Konzertabend mit oft ganz unterschiedlichen Beiträgen organisieren. Manche Schüler spielen Solostücke auf ihrem Instrument, andere singen gemeinsam in einer Gruppe etwas oder führen eine Theaterszene auf - alles ist denkbar!
Wer den Profilkurs Musik wählt, sollte grundsätzlich und möglichst souverän Noten lesen können (im Violin- und Bassschlüssel). Alle weiteren wichtigen Grundkenntnisse erarbeiten wir zügig zu Beginn der Oberstufe, aber auch immer wieder in den entsprechenden Themen der verschiedenen Halbjahre. Natürlich hilft es, wenn man gute und umfangreiche Vorkenntnisse hat - einfach, weil man manche Dinge dadurch schneller lernt. Aber dennoch haben alle Schüler die gleiche Chance, das nötige Wissen zu erlangen.
Die wichtigste Voraussetzung, die man erfüllen sollte, wenn man das ästhetische Profil wählt, ist aber die: Man sollte Lust haben, sich auf verschiedensten Ebenen mit Musik zu beschäftigen! Wer offen ist, sich mit Musik wirklich auseinanderzusetzen, wird dort bestimmt vieles Interessantes entdecken.


Als Beispiel einer gelungenen fachübergreifenden Projektarbeit kann die Klanginstallation: „Der Klang der Zeit: Kiel um 1900“ gelten, die in Zusammenarbeit mit „chiffren“, dem Kieler Forum für Neue Musik vorbereitet wurde.

Unter Anleitung der Berliner Klangkünstlerin Kirsten Reese und Fachkollegen der Fächer Geschichte und Musik begaben sich die Schülerinnen und Schüler der Profilklasse Musik auf die Suche nach Klängen, die das Leben Kiels um 1900 bestimmt haben. Diese bildeten dann Grundlage für selbst komponierte Klangcollagen, die im Wiker Flandernbunker öffentlich als „Klangstinstallation“ in verschiedenen Räumen präsentiert wurden.

Das Projekt verschaffte also zum einen die Möglichkeit, sich intensiv mit einem Ort der Geschichte auseinanderzusetzen, brachte aber gleichzeitig die Schülerinnen und Schüler auch selbsterfahrend in Kontakt mit Kompostionspraktiken Neuer Musik.






   
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